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Hernien – Was ist die häufigste Hernie?
Am häufigsten tritt eine Hernie in der Leistenregion auf, da sich dort mit dem Leistenkanal eine natürliche Schwachstelle befindet.
Zu den häufigsten Hernien gehören:
- Leistenhernie (Leistenbruch): Mit etwa 70–75 % aller Hernien ist sie die mit Abstand häufigste Form. Sie entsteht in der Leiste durch eine Schwachstelle der Bauchwand im Bereich des Leistenkanals.
- Narbenhernie (Narbenbruch): Sie tritt an der Stelle einer früheren Bauchoperation auf, wenn die Narbe der Bauchwand dem Druck nicht vollständig standhält.
- Nabelhernie (Nabelbruch): Hier entsteht der Bruch im Bereich des Bauchnabels. Nabelbrüche kommen sowohl bei Erwachsenen als auch bei Neugeborenen vor.
- Schenkelhernie (Femoralhernie): Diese Form entsteht unterhalb des Leistenbandes im Bereich des Schenkelkanals am Oberschenkel und tritt häufiger bei Frauen auf.
- Epigastrische Hernie: Dabei handelt es sich um kleine Brüche entlang der Mittellinie des Oberbauchs zwischen Brustbein und Bauchnabel.
Die genaue Einordnung der Hernie ist wichtig, da sich daraus sowohl das Risiko für Komplikationen als auch die geeignete Behandlung – insbesondere die Art des Eingriffs – ableiten lässt. In vielen Fällen wird eine Operation empfohlen, um ein Einklemmen von Organen zu verhindern. Oft kann dies mit einer minimalinvasiven Operation gelöst werden.
Was sind Hernien?
Eine Hernie ist eine Schwachstelle in der Bauchdecke, oftmals aufgrund von schwachem Gewebe oder schwachem Bindegewebe, an der es zu Ausstülpungen des Bauchfells und teils von Organen kommt. Der Ort im Bauch, wo die Ausstülpung auftritt, nennt man Bruchpforte. Dort bildet sich ein sogenannter Bruchsack. Dieser kann Bauchfell, aber auch Organe und Eingeweide enthalten. Im Bereich einer Operationsnarbe ist es möglich, dass erneut Hernien entstehen können.
Was ist eine innere Hernie?
Eine innere Hernie ist ein innerer Einklemmungsbruch, bei dem sich Darm innerhalb der Bauchhöhle durch eine innere Lücke verlagert, ohne dass von aussen eine Schwellung sichtbar ist. Innere Hernien sind oft angeboren oder können nach einer Operation entstehen.
Welche Symptome treten bei einer Hernie auf?
Typische Symptome einer Hernie sind sicht- oder tastbare Vorwölbungen, die hervortreten, sowie Druckgefühl, Ziehen oder Schmerzen im betroffenen Bereich – oft verstärkt beim Husten, Pressen oder Heben. Manche Hernien verursachen zunächst kaum Beschwerden. Treten plötzlich starke Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder eine nicht mehr zurückdrückbare Schwellung auf, ist eine rasche ärztliche Beurteilung wichtig.
Was sind Ursachen und Risikofaktoren für eine Hernie?
Eine Hernie entsteht meist dort, wo die Bauchwand oder das Bindegewebe von Natur aus schwächer ist oder im Lauf des Lebens nachgibt. Diese Schwäche kann angeboren sein, sich mit zunehmendem Alter entwickeln oder nach einer Operation im Bereich der Bauchwand entstehen. Begünstigt wird eine Hernie durch alles, was den Druck im Bauchraum wiederholt erhöht, etwa starkes Pressen bei Verstopfung, chronischen Husten, Übergewicht, Schwangerschaft oder regelmässiges schweres Heben sowie durch starker körperlicher Belastung. Auch Rauchen, Diabetes und eine gestörte Wundheilung können das Risiko zusätzlich erhöhen.
Gibt es eine Vorbeugung für solche Lücken in der Bauchwand?
Nicht jede Hernie lässt sich verhindern. Das Risiko kann aber reduziert werden, indem Übergewicht vermieden, Verstopfung und chronischer Husten behandelt, das Rauchen aufgegeben und schwere Belastungen möglichst rückenschonend ausgeführt werden.
Die häufigste Hernie – der Leistenbruch / die Leistenhernie
Leistenhernien sind eine Hernie an der Leiste. Dabei tritt Gewebe aus der Bauchhöhle – zum Beispiel Fettgewebe oder ein Darmanteil – durch eine Schwachstelle in der Bauchwand nach vorne und verursacht eine tast- oder sichtbare Vorwölbung in der Leistenregion. Typisch ist, dass diese Schwellung beim Husten, Pressen oder Heben deutlicher wird. Der Leistenbruch ist die häufigste Form der Bauchwandhernie. Rund 75 % aller Hernien treten in der Leistengegend auf. Schätzungen zufolge entwickeln im Lauf ihres Lebens rund 27 von 100 Männern und etwa 2 von 100 Frauen eine Leistenhernie. Männer sind also deutlich häufiger betroffen als Frauen.
Der Zwerchfellbruch
Ein Zwerchfellbruch, medizinisch meist Hiatushernie genannt, bedeutet, dass ein Teil des Magens durch eine natürliche Öffnung im Zwerchfell nach oben in den Brustraum gleitet oder sich vorwölbt. Das Zwerchfell trennt Brust- und Bauchraum; an einer kleinen Durchtrittsstelle für die Speiseröhre kann es dazu kommen, dass sich der obere Magenanteil nach oben verlagert.
Kleine Zwerchfellbrüche verursachen oft gar keine Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, stehen meist Sodbrennen, saurer Reflux, Aufstossen, Völlegefühl oder Schluckbeschwerden im Vordergrund.
Welche Komplikationen sind bei einem Bruch möglich?
Mögliche Komplikationen sind vor allem eine eingeklemmte Hernie, bei der Teile des Magens oder des Darms bei der Bruchpforte eingeklemmt werden und so von der Blutzufuhr abgeschnitten werden. Lässt sich der Bruch nicht zurückschieben, ist dies ein Notfall, der sofort chirurgisch behandelt werden muss, denn die Strangulation könnte zu schweren Komplikationen wie zum Beispiel einem Darmverschluss führen. Das kann starke Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen auslösen; unbehandelt kann das betroffene Gewebe geschädigt werden oder sogar absterben.
Muss ein Eingeweidebruch im Bauchraum operiert werden?
Nicht jeder Bauchwandbruch muss sofort operiert werden. Kleine Hernien mit keinen oder nur geringen Beschwerden können je nach Befund zunächst beobachtet werden. Eine Operation wird jedoch meist empfohlen, wenn Schmerzen bestehen, die Hernie grösser wird, sich nicht mehr gut zurückdrücken lässt oder das Risiko für eine Einklemmung erhöht ist. Bei starken Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, einer verfärbten Vorwölbung oder ausbleibendem Stuhl- und Windabgang ist eine sofortige ärztliche Beurteilung nötig, weil dann ein Notfall vorliegen kann. Grundsätzlich ist die Operation die einzige Behandlung, mit der sich die Lücke in der Bauchwand dauerhaft beheben lässt.
Lassen sich Hernien auch konservativ behandeln?
Hernien können in manchen Fällen zunächst konservativ beobachtet und symptomatisch behandelt werden. Eine dauerhafte Heilung ist jedoch nur durch eine Operation möglich.
